GRÜSSE AUS DER KUNSTWELT - Teil 1/Walkersdorf

“GRÜSSE AUS DER KUNSTWELT”
Ein Postkarten-/Blogprojekt von Ulla Klopf,
auf Einladung von IEFS (Ursula Kiesling, Maki Stolberg).

OSKA vor Wd8
Foto © Ulla Klopf

Am Beispiel des Protagonisten OSKA - Gartenzwerg, Kunstobjekt, Reisender in Sachen Kunst - schickt die Karte Fragen in den (Kunst)Raum und lädt ein über mögliche Antworten nachzudenken, zu reflektieren, zu diskutieren.
Spontaner schriftlicher Gedankenaustausch und Kommentare sind in diesem blog ausdrücklich erwünscht.

Kunst - künstlich - Kunstwelt - künstliche Welt?
Wodurch wird ein Objekt (Gartenzwerg) zu Kunst - machen ein Name, Ort, Größe, Aufmerksamkeit, Presse, PR, Subventionen, Preise, Kritiken den Unterschied?
Gilt “ein Zwerg ist ein Zwerg ist ein Zwerg”? Bleibt ein Gartenzwerg stets ein Gartenzwerg, oder kann er mittels weißem Podest zum Monument und Kunstwerk “erhoben” werden? Ist es egal ob er in Paris vor dem Centre Pompidou podestiert oder in Walkersdorf inmitten seiner Artgenossen? Ändert sich seine Bedeutung, wenn er mittels Postkarte öffentlich wird?

Die Postkarte als “mobiles Element”, als analoges SMS zwischen den Welten.

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Samstag, 6. Oktober 2007, 15.00 WALKERSDORFER RUNDGANG
Anlässlich des Walkersdorfer Rundgangs im Rahmen von “Ein Dorf für die Kunst”, veranstaltet von IEFS, wird die erste Karte der Serie
“GRÜSSE AUS DER KUNSTWELT” präsentiert und frei erhältlich sein.
Während des Rundganges wird OSKA in einer Podestperformance zu sehen sein.

Teilnehmende KünstlerInnen:
AANRONVIAGDPIOVS/2007 + LIESI ALTENBURG + SOL HARING +
URSULA KIESLING + ULLA KLOPF + ANITA P. MÖRTH + ANDREA SCHLEMMER +
MAKI STOLBERG + EVA URSPRUNG + CHRISTINE WINKLER.

Unter Mitwirkung von: Singkreis Ottendorf, Familienmusik Maierhofer
In Zusammenarbeit mit Bewohnerinnen und Bewohnern von Walkersdorf

Treffpunkt in Walkersdorf :
Kreuzung Bundesstraße Abzweigung Ottendorf

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45km östlich von Graz in der Ost-Steiermark, Bezirk Fürstenfeld
7km von der Südautobahn (A2) Ausfahrt Ilz/Fürstenfeld
in Ilz Abzweigung links in Richtung Riegersburg,
nach ca. 6 km Walkersdorf (Gemeinde Ottendorf an der Rittschein)

OSKA around the world

Ulla Klopf (A)
06.10.2007

postcard nr. 1

Hier haben sie Gelegenheit zu posten wo sie die Karte gefunden haben oder von wo sie die Karte geschickt bekommen haben.

Here you can post where you found the card or from where you received one.

OSKAauftritt in Wien

In Wien trat OSKA beim 5-Jahresfest des quartier21 im Museumsquartier als Installation auf der Bühne im Haupthof in Erscheinung.

Wien quartier 21 fest
Foto © Ulla Klopf

OSKA podestierte in Paris

Im Mai 2007 “bestieg” OSKA das Podest vor dem Centre Pompidou und löste damit, sozusagen als logischer Nachfolger, “Le Pot Doré” (den Goldenen Blumentopf) von Jean-Pierre Raynaud als monumentale Skulptur ab.
Die links vor dem Sockel sitzende Frau verdeutlicht wie massiv OSKA hier von Ulla Klopf in der Stadt der Monumentalbauten, wie Eiffelturm und Triumphbogen, in Szene gesetzt wurde.

oska CP
OSKA, Foto © Ulla Klopf

Goldener Topf
“Le Pot Doré” von Jean-Pierre Raynaud,
Foto © Ulla Klopf

Bereits berühmte Gartenzwerge

Ottmar Hörl (D)

29.10.2005
Ben, der betende (Garten-)Zwerg
Erstpräsentation art.fair Köln 29.10. - 01.11.2005,
Maisenbacher Art Gallery Trier-Berlin

Ben, der betende (Garten-)Zwerg
Foto: Sven Hoffmann

„Für mich ist der Zwerg ein soziologisches Phänomen, das seinen Ursprung in der europäischen Mythologie hat und in Form des Gartenzwerges zum Ende des 19. Jahrhunderts eine popoläre Form bekam“

So repräsentiert der Gartenzwerg ein pragmatisches Verhältnis zum Leben. Er visualisiert all die in den Sagen, Märchen und Legenden ihm zugeschriebenen Fähigkeiten eines geschickten Handwerkers und Helfers. Den anfänglich als „Statue des kleinen Mannes“ bezeichneten Gartenzwerg, der die Schrebergärten der Industriearbeiter mit seiner Zipfelmütze (adäquat zu den Bergarbeitern im Mittelalter), seinem Bart und seinen starken Schuhen zeichnete, hat Ottmar Hörl erstmals im Jahr 1985 neu positioniert. In der Frankfurter Galerie AK fixierte er diesen während der Ausstellung „gelb-snydrom“ mit dem Kopf nach unten an den Wänden. Im Jahr 1994 folgte eine konzeptionelle Stadtbesetzung: mit der in ganz Seligenstadt realisierten Installation „Fliegender Wechsel“ von insgesamt 1.000 blauen Gartenzwergen („Stinkefinger“) wurde dieser Teil eines künstlerischen Konzeptes, der Kommunikation im öffentlichen Raum. Diese Adaption projizierte Ottmar Hörl 1998 auf seine Großskulptur mit 4.000 Gartenzwergen auf dem Max-Josef-Platz in München. Anläßlich der Internationalen Opernfestspiele begrüßten dort seine um die Statue des ersten Bayerischen Königs streng geordneten „Welcome“-Zwerge das Publikum. Daß den Künstler der „Unschuld“-Seife (mit einer Editions-Auflage von 82 Millionen) diesen das Jahr 2005 prägenden Satz „Wir sind Papst“ nicht unberührt lassen konnte, versteht sich aus dem Prinzip des öffentlichen Dialogs in der Werkstruktur von Ottmar Hörl. „Ben“, der betende Gartenzwerg, ist somit eine Folge davon. Der in Köln zusätzlich 2005 ausgerichtete Weltkirchentag verlangte geradezu die auf der art.fair cologne 2005 statt findende Erstpräsentation dieses Kunst-Multiples.

„Das Beten als Symbol für geistig-philosophische Fähigkeiten – aber genauso als gesellschafts-verbindende, wie auch weltweit verstandene Geste – wird mit einem Multiple dem Gartenzwerg zuerkannt. Er agiert nicht nur, sondern er bezieht Stellung.“
http://www.ottmarhoerl.de